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Muwatta: Kitab al-Salat (Das Gebet)
Quelle: Al-Muwatta, Buch 3 ff.
Die Zeiten des Gebets (Waqt)
Malik beginnt mit dem Hadith von Jibril, der den Propheten leitete. Er betont zwei Zeitfenster:
Waqt al-Ikhtiyari: Die Zeit, in der man das Gebet freiwillig verrichten sollte (Anfang der Zeit).
Waqt al-Daruri: Die Notzeit, in der das Gebet noch gültig ist, man aber ohne triftigen Grund gesündigt hat, wenn man es so weit hinauszögert.
Die Form des Gebets (Sifat al-Salat)
Hier zeigen sich markante malikitische Praktiken:
1. Sadl (Hängenlassen der Arme)
Obwohl Malik Hadithe über das Verschränken der Arme (Qabd) im Muwatta zitiert, ist der etablierte 'Amal (und die Meinung in der Mudawwana), dass man die Arme seitlich hängen lässt. Malik sah dies als die durchgehende Praxis der Medinenser in den Pflichtgebeten.
2. Die Basmala
Im malikitischen Gebet wird die Basmala ("Bismillah...") vor der Fatiha weder laut noch leise rezitiert (außer man folgt einer anderen Meinung im Madhhab, aber der Standard ist das Weglassen im Pflichtgebet).
3. Das "Amin"
Nach der Fatiha sagt der Imam das "Amin" leise für sich selbst, während die Betenden es (je nach Situation) laut oder leise sagen.
4. Tashahhud
Malik bevorzugt den Tashahhud von Umar ibn al-Khattab, den dieser laut von der Kanzel lehrte, um die Menschen zu unterweisen. Er beginnt mit: "At-tahiyyatu lillahi, az-zakiyatu lillahi..."
Gemeinschaftsgebet (Jama'a)
Mindestanzahl: Für das Freitagsgebet (Jumu'ah) legt die malikitische Schule eine Mindestanzahl von 12 ansässigen Männern fest, damit es gültig ist.
Position des Imams: Der Imam sollte in der Mitte der Reihe stehen oder davor, aber nicht erhöht gegenüber den Betenden.
Nächste Schritte: Extraktion von Zakat, Sawm (Fasten) und Buyu' (Handel).