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Risala: Die Muqaddimah (Die Glaubenslehre)

Quelle: Al-Risala, Kapitel 1

Das Fundament des Malikiten

Ibn Abi Zayd beginnt sein Werk nicht mit dem Recht, sondern mit dem, was "die Zunge aussprechen und das Herz glauben muss". Dies ist die klassische sunnitische 'Aqida, wie sie im 10. Jahrhundert in Qayrawan (Tunesien) gelehrt wurde.

1. Die Einzigartigkeit Gottes (Tawhid)

  • Attribute: Gott ist eins, ohne Partner, ohne Gleichen. Er hat kein Kind und keinen Vater.

  • Transzendenz: Er ist über Seinem Thron mit Seinem Wesen, aber Sein Wissen ist überall. Er ist der Erste ohne Beginn und der Letzte ohne Ende.

  • Sichtbarkeit: Die Gläubigen werden Gott im Jenseits mit ihren Augen sehen, was ein zentraler Trost und ein Versprechen der Sunna ist.

2. Das Wort Gottes und die Vorherbestimmung (Qadar)

  • Der Qur'an: Er ist das unerschaffene Wort Gottes, nicht ein geschaffenes Ding.

  • Qadar: Alles, was geschieht – Gutes wie Böses, Gehorsam wie Ungehorsam –, geschieht durch Gottes Willen und Vorherbestimmung. Der Mensch handelt, aber Gott ist der Schöpfer der Taten.

3. Die Gefährten (Sahaba)

  • Die Risala schärft dem Studenten ein, alle Gefährten des Propheten zu lieben und sich nicht in die Streitigkeiten einzumischen, die nach dem Tod des Propheten zwischen ihnen ausbrachen. Abu Bakr, Umar, Uthman und Ali sind in dieser Reihenfolge die Besten der Umma.

Bedeutung

Diese Einleitung diente dazu, dem Studenten eine feste Identität zu geben, bevor er sich in die Details der Rechtsfragen vertieft.

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