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Bidayat: Das Ziel der Ausbildung zum Mujtahid

Quelle: Bidayat al-Mujtahid, Epilog

Vom Nachahmer zum Denker

Ibn Rushd betont, dass sein Werk nicht dazu dient, dem Leser einfach zu sagen, was er tun soll (das tun die Mutun wie der Khalil).

1. Verständnis der Rechtsphilosophie

Der Leser soll verstehen, dass Rechtsprechung keine bloße Mechanik ist, sondern eine intellektuelle Auseinandersetzung mit Text, Sprache und Logik.

2. Respekt vor der Divergenz (Ikhtilaf)

Indem er die Gründe für die Unterschiede aufzeigt, fördert Ibn Rushd eine Kultur des Respekts. Wenn man versteht, dass eine andere Meinung auf einer legitimen linguistischen Interpretation beruht, verschwindet der Vorwurf des Irrtums.

3. Die Brücke zwischen Philosophie und Recht

Als Philosoph (Averroes) und Richter (Qadi) zeigt Ibn Rushd in der Bidayat, dass die Vernunft ein notwendiges Werkzeug ist, um die Offenbarung in ihrer Tiefe zu erfassen.

Fazit zur Bidayat

Dieses Werk schließt den Kreis. Es beginnt beim Al-Muwatta (der Quelle), führt durch die Mudawwana (die Anwendung), die Al-Risala (die Lehre) und endet hier in der Reflexion über den gesamten Prozess der Rechtsfindung.

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