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Ja'fari: Kitab al-Taharah (Reinheit)
Quelle: Sharaya' al-Islam
Die Besonderheiten des Wudu
Die Ja'fari-Schule stützt sich streng auf die Auslegung der Imame der Ahl al-Bayt.
1. Wischen über die Füße (Mash)
Der Hauptunterschied: Im Gegensatz zu den vier sunnitischen Schulen, die das Waschen der Füße vorschreiben, ist es im Ja'fari-Fiqh Pflicht, über die Füße zu streichen (Mash).
Voraussetzung: Die Füße müssen direkt (ohne Socken/Schuhe) mit der Feuchtigkeit der Hände gestrichen werden. Das Wischen über Socken (Mash al-Khuffayn) wird strikt abgelehnt.
2. Intention und Kontinuität
Niyya: Die Intention ist eine absolute Bedingung für die Gültigkeit.
Tartib (Reihenfolge): Muss strikt eingehalten werden: Gesicht -> rechter Arm -> linker Arm -> Kopf streichen -> Füße streichen.
Arten der Unreinheit (Najasat)
Al-Hilli listet zehn Arten von Unreinheiten auf, darunter:
Blut, Urin, Exkremente.
Hunde und Schweine: Gelten als substanziell unrein (Najis al-'Ayn). Jede Berührung mit Feuchtigkeit überträgt die Unreinheit.
Kafir (Nicht-Monotheisten): In der klassischen Ja'fari-Lehre gelten Polytheisten als rituell unrein (moderne Marjas haben dies oft verfeinert oder auf moralische Unreinheit beschränkt).