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Hanbali: Kitab al-Salat (Das Gebet)

Quelle: Al-Umda / Zad al-Mustaqni'

Die Form des Gebets

Das hanbalitische Gebet betont die Demut und die strikte Befolgung der Sunna-Texte.

1. Qabd (Armhaltung)

  • Die Praxis: Die Hände werden unterhalb des Bauchnabels verschränkt (rechte Hand auf den linken Handrücken).

2. Rezitation

  • Basmala: Wird vor der Fatiha leise gesprochen.

  • Fatiha hinter dem Imam: In den leisen Gebeten (Dhuhr, 'Asr) ist es Pflicht. In den lauten Gebeten (Maghrib, Isha, Fajr) ist es empfohlen, während der Pausen des Imams zu lesen, aber nicht zwingend, wenn man seine Rezitation hört.

3. Wajib-Elemente vs. Arkān

Hanbaliten unterscheiden streng zwischen Säulen (Arkan - Gebet ungültig bei Fehlen) und notwendigen Handlungen (Wajib - Sujud al-Sahw reicht bei Vergessen):

  • Säulen: Stand, Takbir al-Ihram, Fatiha, Ruku', Sujud, letztes Sitzen.

  • Notwendig: Alle Takbire außer dem ersten, "Subhana Rabbiyal Azim" im Ruku', das erste Sitzen (Tashahhud).

4. Sujud al-Sahw

  • Findet meist vor dem Salam statt. Nur wenn man das Gebet fälschlicherweise bereits beendet hat, macht man ihn danach.

Gemeinschaft

  • Zwingende Pflicht: Hanbaliten vertreten die strengste Meinung: Das Gemeinschaftsgebet in der Moschee ist für gesunde Männer eine individuelle Pflicht (Fard 'Ayn), keine bloße Empfehlung.

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